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Die zweite Heimat in Mexiko gefunden

Ein Jahr in einer Familie im Ausland leben und eine fremde Kultur und Sprache kennenlernen?! Viele Jugendliche bekommen glänzende Augen bei dem Gedanken an diese aufregende Möglichkeit, Auslandserfahrung in der Schulzeit zu sammeln. Viktoria Thedieck entschied sich gemeinsam mit ihrer Familie dazu, den Schritt zu wagen und verbrachte das Schuljahr 2014/2015 in Guerrero, Mexiko. Wie gewinnbringend diese Erfahrung für sie war, berichtet Viktoria selbst:

 


Vorstellung des Rotary Jugendaustausch in Mexiko

Nachdem ich, Viktoria Thedieck, bereits in der Zeit von August 2014 bis Juli 2015 mein Auslandsjahr in Mexiko verbracht habe, wurde ich nun im Herbst 2016 von der Schule, die ich damals besucht habe und dem Rotary Club Taxco de la Borda zur Projektwoche eingeladen, die kurz vor den Weihnachtsferien stattgefunden hat.
In meinem Austauschjahr lebte ich für 11 Monate in der Stadt Taxco, die sich in dem Bundesstaat Guerrero befindet. Die internationale Service Organisation Rotary ermöglichte es mir, dieses Land für ein Jahr zu bereisen und die mexikanische Kultur zu erleben, eine neue Sprache zu erlernen und in drei verschiedenen Familien zu leben.
In der Projektwoche der Schule wurde ein Projekt präsentiert, welches von dem Rotary Club Taxco de la Borda organisiert wurde. Es ging darum den Schülern die Möglichkeit eines internationalen Jahresaustausch vorzustellen.
Zu Beginn der Projektwoche hatten ich und zwei weitere Rotarier, Salvador Pérez und África Barrera, uns vorgestellt, damit die Schüler über uns und die Organisation Bescheid wussten. Da die Schüler sich in der Zeit selbst in einer Art Projektwoche befanden, hatten sie durchgehend die Möglichkeit zu uns zu kommen.
Es war für die Schüler ein offenes Angebot auf uns zu zukommen und genauere Informationen zu erfragen, sowie vor allem mich, nach meinen persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen zu befragen. Einige der Schüler, von denen die meisten 15-16 Jahre alt waren, kannten mich noch aus meiner Austauschzeit, als ich dort selbst zur Schule gegangen bin. Wir haben Flyer und Broschüren ausgeteilt, so dass den Schülern die Möglichkeit gegeben wurde sich bei dem lokalen Rotary Club zu melden, falls sie an einem Austausch wirklich interessiert sind. Die unteren Jahrgangsstufen hatten unter anderem Plakate erstellt, auf denen verschiedene Länder, unter anderem Deutschland, vorgestellt wurden. Dies war natürlich sehr hilfreich, da die Schüler sich diese durchlesen konnten und schon einen kleinen Überblick von Deutschland bekamen.
Während die Schüler später mit uns sprachen wurde schnell deutlich, dass viele einen Jahresaustausch gar nicht erst in Erwägung ziehen, da bei den meisten Organisationen hohe Kosten entstehen und diese von den Familien getragen werden müssen. Wir stellten fest, dass die weltweit vertretene Serviceorganisation Rotary nicht unbedingt bekannt war als Organisation für Auslandsaufenthalte. Der Jugendaustausch, den Rotary anbietet, gibt Schülern die Möglichkeit ein neues Land, eine neue Kultur, eine neue Sprache zu erlernen und neue Menschen kennen zu lernen. Er steht ganz im Zeichen der internationalen Freundschaft. Am besten geeignet ist man für den Jahresaustausch, wenn man zwischen 15 und 18 Jahren alt ist, aufgeschlossen und anpassungsfähig ist und schon ein wenig selbstständig ist und gerne etwas Neues erleben möchte.
Beliebte Ziele für den Rotary Jugend Austausch sind vor allem spanisch sprechende Länder in Zentral- und Südamerika, es gibt allerdings auch die Möglichkeit nach Asien, Südafrika, Australien, USA, Kanada oder in europäische Länder zu gehen. Mit dem Jahresaustausch über Rotary ist es so geregelt, wenn man selbst ins Ausland geht, sich die eigene Familie verpflichtet zur gleichen Zeit einen Austauschschüler, der aus jedem Land der Welt kommen kann, für mindestens drei-vier Monate, ggf. auch für ein ganzes Jahr bei sich zu Hause aufzunehmen. Die Familien kümmern sich so gut um das Austauschkind, wie man dies auch für das eigene Kind macht. Die Gastfamilien, die sich jedoch alle in einer Stadt befinden, werden 2-4 mal in dem Austauschjahr gewechselt, damit man ebenfalls einen Eindruck von anderen Familien und deren Lebensart erlebt. Im Vorfeld wird von Rotary überprüft, ob die Familie dem Austauschschüler einen guten bis sehr guten Aufenthalt gewährleisten kann. Kriterien dabei sind zum Beispiel, ob ein eigenes Zimmer zur Verfügung steht, die Eltern Zuhause sind und sich kümmern und ein geregelter Tagesablauf für das Kind garantiert werden kann. Jede Familie ist unterschiedlich und so ist es sehr interessant in verschiedenen Umgebungen gelebt zu haben. Diese Erfahrung habe ich ebenfalls gemacht, da ich bei drei verschiedenen Familien gelebt habe, wodurch ich einen deutlich besseren Einblick in die Kultur, Traditionen und Bräuche innerhalb der Familien bekam. In dem Fall, dass man sich in seiner zugeteilten Familie nicht wohl fühlt, kann man sich jederzeit an den zuständigen Rotarischen Jugenddienstbeauftragten wenden.
Auf Basis dieses Gegenaustausch werden die Kosten geringer und man muss hauptsächlich nur die Flüge und eigene Ausgaben, die sich im Ausland ergeben, bezahlen.
Um sich für den Rotary Jugend Austausch zu bewerben, liest man sich am besten auf der offiziellen Webseite rotary-jugenddienst.de die Informationen und Bedingungen noch einmal aufmerksam durch.

Ich persönlich kann jedem diesen Jahresaustausch empfehlen der andere Kulturen erleben und sein Weltbild erweitern möchte.

Falls jemand noch genauere persönliche Erfahrungen aus dem Austausch oder aber auch über Rotary bekommen möchte, kann derjenige sich gerne bei mir melden.

Viktoria Thedieck
viktoria.thedieck@t-online.de