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Gute Laune in Paris

Dass Bundeskanzlerin Angela Merkel bei dem Treffen in Paris etwas wächsern wirkte, hatte nichts mit den geplatzten Sondierungsgesprächen zu tun (Ole Gedenk, Suliman Rustamkail, Anne Löbbert).

Natürlich stand – wie in jedem Betriebspraktikum – das Arbeiten im Vordergrund: an der Ecole maternelle oder bei der Feuerwehr. Wie immer gehörte aber für die kleine Gruppe, die in unserer Partnergemeinde Amilly französisches Berufsleben schnupperte, auch ein Besuch in Paris dazu. Und dabei hatten die Schüler/innen und ihre Französischlehrerin Yseult Roch so viel Spaß, dass sie sofort Fotos nach Hause schickten.

Das Programm für die Hauptstadt  hatten sie sich selbst zusammen gestellt: zum Musée Grévin mit den Berühmtheiten in Wachs, ein Foto-Shooting  am Trocadéro und der weltberühmten “dame de fer” (der Dame aus Eisen, dem Eiffelturm) und, anstelle aufreibender Einkaufstouren, ein langer Spaziergang im historischen Paris, unter strahlender Sonne am Seine-Ufer entlang bis zum Louvre über den Place de la Concorde und die Tuileries.

Für die drei Neuntklässler, die sich im Betriebspraktikum aus der „Komfortzone“ herausgetraut hatten, war allerdings das Zusammenarbeiten mit ihren französischen Kolleg/innen mindestens genauso spannend wie der Parisbesuch.

Bei der Feuerwehr in Villemandeur beeindruckte Feuerwehrmann Tommy  die beiden Praktikannten mit einer detaillierten Beschreibung, wie der „stationnaire“ vom Anruf bis zur Abfahrt des eingesetzten Teams alles koordiniert. „Auch wenn wir zusammen alle Sprachen gemischt haben, Französisch, Deutsch, Englisch, Hände und Füße, kamen wir am Ende ganz gut klar miteinander“, berichteten Ole und Suliman, „und Tommy hat uns alles selbst erklärt, ganz ohne  Google-Übersetzer.“ Neben den Erklärungen brachte ihr Betreuer die beiden aber mit Praxisübungen ganz schön ins Schwitzen: morgendliches Intensivtraining, Löschübungen mit Wasserwerfern, Wiederbelebungs-, Defibrillator-, Befreiungsübungen …. nur bei den echten Ernstfalleinsätzen durften sie nicht mitmachen.

Nicht weniger interessant war die Arbeit in der Ecole de Goth. Schon bald konnte Anne eine eigene kleine Lerngruppe leiten und hatte mit den Kindern gar keine Verständigungsprobleme, zum Beispiel beim Lernen mit einem Tierpuzzle auf Deutsch und Französisch. „Offen zu sein ist eigentlich das Wichtigste, auch wenn (und vielleicht weil) man die Sprache nicht so gut kann“, fasste Anne ihre Erfahrungen zusammen.

Alle drei wollen für das Betriebspraktikum im nächsten Jahr viel Werbung machen: für die Erfahrung „über den Tellerrand zu schauen“, die warmherzige Aufnahme in den Gastfamilien und die ganz individuell erlebte „deutsch-französische Freundschaft“.

 

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