Neu an der KVG
22. Mai 2024
Alle zeigen
Gladiatorenkämpfe, Duftstationen und römische Selfies

Xanten, 12. Juni 2024.

Die Lateinkurse unserer KvG begaben sich unter der Leitung von Magister Kathmann und den Magistrae Schevel und Steinberg auf eine aufregende Spurensuche in den Archäologischen Park Xanten und ließen die antike Welt der Colonia Ulpia Traiana lebendig werden. (Nun ja, so lebendig, wie eine tote Sprache eben sein kann...). Fun Fact: Seit dem 27. Juli 2021 gehört das das Gebiet der römischen Stadt Colonia Ulpia Traiana zum Weltkulturerbe!

Die Schüler*innen starteten mit einem Museumsrundgang. Hier gab es nicht nur viel zu sehen und zu hören, sondern auch anzufassen. Einige nachgebaute Exponate durfte man in die Hand nehmen und fühlen. Vor der Ausgrabungsstätte der Thermen gab es was auf die Nase: Eine Duftstation zum Ausprobieren der verschiedenen Gerüche von Lavendel, Orchidee, Harz und Zimt zeigte die Vielfalt der Badeöle der römischen Badegesellschaft! Beim Gang durch die Überreste der Therme konnten die Schüler*innen mit den rekonstruierten Miniaturmodellen einwandfrei erklären, wie die Römer ihr Wasser aufheizten.

Mit einer römischen Balkenwaage machte Priya den ultimativen Test: Sie wog ihr Handy, und alle staunten über die Präzision dieser antiken Technologie. Spoiler: Römer konnten schon damals richtig gut schätzen! In einem mysteriösen Durchgang konnten die Schüler*innen außerdem dem Gespräch zweier römischer Soldaten lauschen – und das auf Latein! So tot kann die Sprache also doch nicht sein.

Währenddessen freundeten sich Nour und Florim noch mit einem durstigen Germanen der ehemaligen Römerstadt an. Mit mäßigem Erfolg... Viel Spaß machte auch das Ausprobieren ausgewählter Repliken und Modelle. Es kam zum Showdown, als Frau Steinberg sich mit einer furchtlosen Gladiatorin (Barin) anlegte – ein epischer Kampf! - und bewies, dass Lehrer*innen wirklich alles können. Die Schüler*innen durften außerdem zwei Gladiatorenhelme anprobieren und waren baff, wie schwer die Dinger sind – und wie wenig man als Gladiator überhaupt sieht.

Im Park fühlten sich alle fast wie echte Römer, als sie durch originalgetreuen Rekonstruktionsbauten der Colonia Ulpia Traiana schlenderten. Die Handwerkshäuser und die einfache Herberge gaben einen super Einblick in das Leben der Römer. . In den Handwerkshäusern und der Herberge konnten sie hautnah erleben, wie die Römer lebten, arbeiteten und reisten. Die Herberge bot einen Einblick in das römische Reiseleben mit einfachen Betten, Wandmalereien und einem heißen Badehaus – Komfort pur für damalige Verhältnisse!

Besonders beeindruckend war der imposante Hafentempel, der auf einem drei Meter hohen Podium thronte und als Wahrzeichen der römischen Kultur diente – ein echter Hingucker, den man schon von Weitem vom Rhein aus sehen konnte.

Im Amphitheater, dem Highlight Xantens, konnten die Schüler*innen die Faszination der Gladiatorenkämpfe nachempfinden. Die Arena, gefüllt mit Sand, lud zu spielerischen Kämpfen ein – und einige Schulklassen legten gleich los! Das Fassungsvermögen des Amphiteaters entsprach mit rund 10.000 Plätzen in etwa der Einwohnerzahl der Colonia. Wie es sich wohl angefühlt hat, wenn so viele Menschen einem zugejubelt haben?

Zum Abschluss gab es eine spannende APX-Rallye, bei der die Schüler*innen in Teams um die Wette forschten. Wer weiß, vielleicht wartet auf die Siegergruppe ein besonderer Preis?

Der Schulausflug in den Archäologischen Park Xanten war ein voller Erfolg und hat allen gezeigt, dass Geschichte alles andere als langweilig ist – Römer rocken einfach!

Wir freuen uns schon auf das nächste Abenteuer und sind gespannt, welche antiken Geheimnisse wir als Nächstes lüften werden.

 

Scriptum: Marina Mercurius, Journalistin im Auftrag für die KVG und für die Zeitung Tempora Romae

Fotos: Magistra Schevel, Sophie Vielmeyer