Der Biologie-Leistungskurs der Q1 war für knapp drei Tage am Heiligen Meer, ein besonderes Naturschutzgebiet hier in NRW. Als Schüler*innen konnten wir dort nicht nur die Natur erleben, sondern auch selbst wie kleine Forschende arbeiten.
Das Heilige Meer ist vor allem für seine sogenannten Erdfallseen bekannt. Diese sind entstanden, als unterirdische Hohlräume eingebrochen sind und sich anschließend mit Wasser gefüllt haben. Dadurch ist eine richtig spannende Seenlandschaft entstanden, die heute unter Naturschutz steht und vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause bietet.
Am ersten Tag haben wir uns erstmal einen Überblick über das Gebiet verschafft und sind viel herumgelaufen. Dabei haben wir an verschiedenen Stellen Wasserproben genommen, aus den Seen und auch aus dem Grundwasser. Diese haben wir direkt untersucht, wir haben die Leitfähigkeit, den pH-Wert, die Temperatur den Nitratgehalt und den Ammoniumgehalt gemessen. Nebenbei haben wir auch viele Infos über das Gebiet bekommen und die Natur dort besser kennengelernt. Es war interessant zu sehen, wie unterschiedlich die Wasserwerte, je nach Ort, sein können. Am zweiten Tag wurde es dann noch spannender, wir sind mit Ruderbooten auf das große Heilige Meer gefahren. Dort haben wir Wasserproben aus verschiedenen Tiefen genommen, immer in Schritten von etwa einem Meter. Dabei konnten wir feststellen, dass sich die Bedingungen im See mit der Tiefe verändern, oben ist das Wasser meist wärmer und enthält mehr Sauerstoff, während es weiter unten kälter wird und teilweise weniger Sauerstoff vorhanden ist. Das ist typisch für viele Seen. Aus unseren Messungen haben wir ein sogenanntes Vertikalprofil erstellt, also eine Art Übersicht, wie sich die Werte im See von oben nach unten verändern. Außerdem haben wir Plankton gesammelt, das wir später noch genauer untersuchen wollten. Am letzten Tag haben wir uns das gesammelte Plankton unter dem Mikroskop angeschaut. Dabei konnten wir viele verschiedene kleine Organismen entdecken, zum Beispiel Nauplius-Larven und viele weitere Mikroorganismen.
Es war echt spannend zu sehen, wie viel Leben in so einem Tropfen Wasser steckt. Viele dieser Organismen sind zwar mit bloßem Auge unsichtbar, aber total wichtig für das Ökosystem.
Die Exkursion war eine richtig coole Mischung aus Unterricht und Praxis. Wir konnten vieles, was wir im Unterricht gelernt haben, endlich selbst anwenden und besser verstehen.
Olivia Reitemeier






















